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Ballaststoffe

Die tägliche menschliche Nahrung enthält mehr als 100000 chemische Substanzen (eine Tasse Kaffee enthält im Vergleich 1000).

Davon gelten 300 als Nährstoffe und 45 als essentielle Nährstoffe. Dennoch sind viele andere Substanzen für den Körper nützlich. 

Zusatzstoffe zur Nahrung (Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Antioxidanzien und Stabilisatoren) erleichtern und verbessern Herstellung, Verarbeitung, Lagerung und Verpackung der Nahrungsmittel.

Zusätze wie Gewürze, Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffe, phytochemische Substanzen und andere Naturprodukte verbessern das Aussehen, den Geschmack und die Stabilität der Lebensmittel.

Ballaststoffe kommen in verschiedenen Formen vor (Zellulose, Hemizellulose, Pektin und Pflanzengummis) und sind ebenfalls von Nutzen.

Die verschiedenen Bestandteile der Ballaststoffe wirken je nach Struktur und Löslichkeit auf unterschiedliche Weise. Ballaststoffe fördern die Beweglichkeit des Magen - Darm-Traktes, verhindern eine Obstipation und unterstützen die Therapie einer Divertikulose. 

Eine Nahrung, die reich an löslichen Ballaststoffen ist, vermindert den Anstieg des Blutzuckers nach dem Essen und wird gelegentlich in die Therapie des Diabetes mellitus einbezogen. 

Obst und Gemüse enthalten viel Guar und Pektine und senken den Plasmacholesterinspiegel im Blut durch eine vermehrte hepatische Umwandlung von Cholesterin in Gallensäuren. 

Ballaststoffe verbessern auch die Elimination von Kanzerogenen bakteriellen Ursprungs im Dickdarm. Wenn auch die Wirkungsweise nicht völlig geklärt ist, so deuten epidemiologische Untersuchungen auf einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Dickdarmkarzinomen und einer geringen Zufuhr von Ballaststoffen hin.

Darüber hinaus scheinen Ballaststoffe eine günstige Wirkung bei funktionellen Darmstörungen, Appendizitis, Morbus Crohn, Übergewicht, Varikosis und Hämorrhoiden zu entfalten.

Die typische Nahrung der westlichen Industrienationen enthält nur wenig Ballaststoffe (etwa 12 g/Tag; In Deutschland im Mittel 18-20 g/Tag), was auf den hohen Anteil von gereinigtem Weizenmehl und die geringe Zufuhr von Obst und Gemüse zurückzuführen ist.

Empfohlen wird generell eine vermehrte Zufuhr von Ballaststoffen in einer Größenordnung von 30 g/Tag durch den Konsum von Getreide, Obst und Gemüse.

Quelle: MSD Manual




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